In der PKV können sich Personen versichern, für die keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht (Arbeitnehmer deren Einkommen über der

Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt sowie Beamte, Selbständige und Freiberufler). Die PKV erhebt, im Gegensatz zur GKV, einkommensunabhängige Versicherungsprämien. Es

besteht Beitragspflicht für jede versicherte Person (auch für Personen ohne Einkommen /Kinder). Der Anfangsbeitrag richtet sich nach folgenden Kriterien:

– Geschlecht (ab 21.12.2012 Unisex-Tarif)

– Eintrittsalter

– Berufsgruppe

– Gesundheitszustand

– Tarifliche Leistungen

Die Prämie beinhaltet die gesetzlich vorgeschriebenen Altersrückstellungen. Diese sollen allzu hohen Beitragssteigerungen im Alter entgegenwirken.

Der Beitrag kann sich während der gesamten Vertragslaufzeit auf Grund von

Kostensteigerungen erhöhen. Seit dem 1.01.2009 muss jede PKV den Basistarif anbieten, dessen Leistungen sich an denen

der gesetzlichen Krankenversicherung orientieren und dessen Beitrag durch den Höchstbeitrag der gesetzlichen Versicherung begrenzt ist.

 

Im Gegensatz zur GKV sind die Leistungen der PKV frei wählbar und variieren je nach

Gesellschaft und Tarif. Der Versicherungsnehmer kann je nach seinen Bedürfnissen

verschiedene Tarife individuell kombinieren, um für sich die beste Lösung zu finden.

Von der PKV werden Leistungen erbracht, die von der GKV nur teilweise oder gar nicht

bezahlt werden (Zahnersatz, Sehhilfen, Arzneimittel).

 

Die PKV leistet nach dem Kostenerstattungsprinzip, d.h. der Versicherungsnehmer geht in der Regel immer in Vorleistung und erhält dann vom Versicherer eine volle oder teilweise

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung.

 

Die GKV nimmt nach dem gegenwärtig geltenden Recht ehemals PKV-Versicherte nur dann

wieder auf, wenn diese versicherungspflichtig werden (zum Beispiel Unterschreiten der

Versicherungspflichtgrenze für ein volles Jahr) und unter 55 Jahre alt sind (§ 6 Abs. 3a SGB V)

bzw. eine Familienversicherung möglich ist.

 

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